Lebenslauf für Deine Bewerbung verfassen

Lebenslauf schreiben

Ein Blick auf die Bewerbung zeigt den Experten in der Personalabteilung, ob Du für die ausgeschriebene Stelle geeignet scheinst oder sich ihr Blick auf die nächste Bewerbungsmappe richtet. Ganz besonders der Lebenslauf ist wichtig, denn er liefert dem Leser die Schnellübersicht über Deinen Werdegang und Deine Zielsetzung.

Genügt der Lebenslauf aus dem Schulunterricht?

Die Vorgaben für Bewerbungsschreiben ändern sich. Sicher hast Du Dich in der Schule mit Bewerbungsanschreiben befasst. Falls seitdem ein paar Jahre vergangen sind, solltest Du allerdings davon ausgehen, dass die Vorgehensweise inzwischen überholt ist. Nimm deshalb bitte nicht Deinen damals erarbeiteten Lebenslauf, um ihn zu aktualisieren, sondern erstelle einen neuen. Passe Deinen Lebenslauf auch den Ansprüchen des Unternehmens an, bei dem Du Dich bewirbst.

Was muss in den Lebenslauf?

Wenn Du Dich für einen Nebenjob im Nachtdienst in einem Labor bewirbst, ist Zurückhaltung bei der Angabe Deiner Hobbys sinnvoll. Wenn Du Dich z. B. als aktiver Triathlet zu erkennen gibst, könnte das zu einer Ablehnung führen. Dass Du aber Chemie oder Medizin studierst, ist eine wichtige Angabe. Solltest Du ehrenamtlich soziale Dienste leisten, wird das eine karitative Einrichtung, bei der Du Dein Praktikum absolvieren willst, sehr interessieren.

Der formale Aufbau

Du kennst den tabellarischen Lebenslauf, aber auch die ausformulierte Form. Tabellarische Lebensläufe sind leserfreundlicher, deshalb ist diese Variante besser geeignet. Beginne oben mit Deiner aktuellen Situation und schreibe zurückführend bis zum Beginn der Schullaufbahn. Hintergrund ist, dass der Leser so Deine Entwicklung einschätzen kann. Es kann vorkommen, dass ein Unternehmen einen ausformulierten Lebenslauf wünscht. Ein solcher Lebenslauf darf zwei bis vier Seiten lang sein. Bei einem ausformulierten Lebenslauf solltest Du Dir Zeit nehmen, die Hintergründe Deiner Tätigkeiten zu erklären. Die große Herausforderung besteht natürlich darin, das Gleichgewicht zwischen zu vielen und zu wenigen Details zu halten. Der Leser braucht einen Teil der Informationen, das Lesen darf ihn aber nicht zu viel Zeit kosten. Langweilen sollte der Lebenslauf ihn auch nicht. Überlege daher gründlich, was der Arbeitgeber wissen sollte und wissen will.

Der Lebenslauf liefert den Eindruck über Deine Person

In Deinen Lebenslauf gehören Fakten. Vergiss aber nicht, dass Dein Lebenslauf Deine Visitenkarte ist. Dein Lebenslauf entscheidet also, welchen Eindruck Dein zukünftiger Arbeitgeber von Dir bekommt. Er kann aus dem Lebenslauf Deine Fähigkeiten herauslesen und sich über Deine Qualifikationen informieren. Nimm Dir deshalb ausreichend Zeit für Deinen Lebenslauf und passe ihn genau an das Stellenangebot an. Und

Keine Lücken im Lebenslauf!

Tippfehler, falsches Datum und Lücken: Bei diesen Fehlern sortieren Personaler Deinen Lebenslauf aus. Lass einfach Deinen Lebenslauf von erfahrenen Korrektoren im Voraus prüfen. Lücken können vorkommen, versuche sie aber zu vermeiden. Sollte das nicht machbar sein, ist es wichtig, dass Du sie erklären kannst. Was hast Du in dieser Zeit gemacht? Wenn Du gereist bist, ist das eine gute Erklärung, die Du aber mit weiteren Inhalten füllen solltest. Drei Monate am Strand von Mallorca haben nicht den Wert eines Bildungsurlaubs. Passt ein Praktikum überhaupt nicht zum Stellenangebot, erwähne es trotzdem. Der Hinweis auf irgendein Praktikum genügt nicht. Erläutere stattdessen, was Du in welchem Zeitraum wo getan hast. Je selbsterklärender der Lebenslauf ist, umso besser.

Das muss Dein Lebenslauf auf einen Blick bieten:

  • Wer bist Du?
  • Wann hast Du Dein Abitur gemacht?
  • Was studierst Du wo und seit wann?
  • Welche Fortbildungen hast Du besucht?
  • Arbeitsstellen?

Gliedere Deinen Lebenslauf in den Ausbildungsweg und die praktischen Erfahrungen. Achte auch auf das Layout. Die Schriftgröße muss augenfreundlich sein. Halte Abstände ein, nutze Aufzählungen für die bessere Lesbarkeit, wenn sich das anbietet. Gib den Lebenslauf im Anschluss an eine zweite Person und bitte sie um eine Einschätzung. Verwende ein aussagekräftiges Foto, das Du besser professionell erstellen lässt. Ein Schnappschuss ist nicht geeignet, auch wenn er noch so gelungen ist.

Deine Kontaktdaten

Dass Deine Kontaktdaten gut leserlich auf dem Lebenslauf stehen sollten, ist Dir bekannt. Verwende besondere Sorgfalt auf die Auswahl Deiner Mailadresse. Eine unseriöse Mailadresse kann ein Ausschlusskriterium für Deine Einstellung sein. Falls Du keine Mailadresse mit Deinem realen Namen hast, richte Dir eine ein.

Online einreichen oder per Mail verschicken?

Informiere Dich, ob Dein möglicher zukünftiger Arbeitgeber die gesamte Bewerbung online oder per Post erhalten möchte. Es ist auch möglich, dass das Unternehmen die Formulare für die Bewerbung als Download zur Verfügung stellt. Das ist dann auch für Deine Bewerbung maßgeblich. Oftmals sind solche Formulare sehr knapp gehalten und lassen wenig Raum für zusätzliche Angaben. In diesem Fall empfiehlt es sich, telefonisch zu klären, ob Du weitere Informationen nachreichen kannst. Als Erklärung eignet sich die Auskunft, dass Du über zusätzliche Qualifikationen verfügst, die Du gerne darlegen möchtest.

Weitere Fehler, die Du vermeiden solltest

Deine zusätzlichen Fähigkeiten, wie persönliche Eigenschaften, gehören in die Bewerbung, nicht in den Lebenslauf. Deine Hobbys kannst Du am Ende aufzählen, wenn Sie zur Bewerbung passen. Sehr gut geeignet sind Freizeitaktivitäten, aus denen hervorgeht, dass Du ein Teamplayer bist und gerne Verantwortung übernimmst. Hobbys mit hohem Verletzungsrisiko gehören besser nicht in den Lebenslauf. Versuche nicht, Dich besonders spannend darzustellen. Sonst musst Du damit rechnen, dass Du bei Deinem Vorstellungsgespräch genau darauf angesprochen wirst und die Fragen möglicherweise nicht beantworten kannst. Achte aber auch darauf, dass Dein Lebenslauf nicht zu langweilig wird. Wenn Dein Lebenslauf eher mager ausfällt, nutze die Gelegenheit und ergänze diverse Schwerpunkte, die Deine Ausbildung oder Arbeitsstellen ausgemacht haben.