Vorlage & Design Grundlage
Bevor der erste Inhalt hineinkommt, legst du Layout, Schrift und Akzentfarbe fest. Personaler entscheiden in wenigen Sekunden, ob dein Lebenslauf sortiert wirkt – und das lange vor dem ersten gelesenen Wort.
Das gehört rein:
- Ein Layout, das zur Branche passt: zurückhaltend für Verwaltung, Technik oder Finanzen, etwas markanter für Marketing oder Design.
- Eine einzelne, dezente Akzentfarbe reicht – nicht drei.
- Eine durchgehende Schrift, klare Abschnitte und möglichst alles auf einer Seite.
Persönliches Pflicht
Der Kopf deines Lebenslaufs. Hier steht, wer du bist und wie ein Arbeitgeber dich erreicht – diese Angaben müssen auf den ersten Blick auffindbar sein.
Das gehört rein:
- Vor- und Nachname, Wohnort, Telefonnummer und eine seriöse E-Mail-Adresse.
- Optional ein Profil-Link (LinkedIn oder Xing), wenn er gepflegt ist.
- Geburtsdatum und -ort sind in Deutschland üblich, aber freiwillig. Familienstand, Konfession oder Nationalität nur, wenn sie für die Stelle wirklich zählen.
Foto Optional
In Deutschland weiterhin üblich, aber nicht verpflichtend – niemand darf ein Foto verlangen. Für Bewerbungen in den USA oder Großbritannien lässt du es dagegen besser weg.
Das gehört rein:
- Ein professionelles Bewerbungsfoto vom Fotografen, kein Urlaubsbild und kein Selfie.
- Neutraler Hintergrund, freundlicher Ausdruck, Kleidung passend zur Branche.
- Wenn du unsicher bist, ob ein Foto passt: Im Zweifel weglassen schadet seltener als ein schwaches Bild.
Berufserfahrung Pflicht
Das Rückgrat des Lebenslaufs. Deine Stationen stehen in umgekehrt chronologischer Reihenfolge – die aktuellste zuerst.
Das gehört rein:
- Pro Station: Position, Firma, Ort und Zeitraum (Monat und Jahr).
- Darunter zwei bis vier Stichpunkte – und zwar zu Erfolgen, nicht nur zu Aufgaben. Ein Erfolg beschreibt, was sich verändert hat, am besten mit einer Zahl.
- Nicht jede Station deines Lebens, sondern die, die zur ausgeschriebenen Stelle passen.
Ausbildung Pflicht
Dein formaler Werdegang. Bei Berufseinsteigern steht dieser Abschnitt weit oben, bei erfahrenen Bewerbern nach der Berufserfahrung.
Das gehört rein:
- Abschluss, Institution, Ort und Zeitraum – ebenfalls umgekehrt chronologisch.
- Die Abschlussnote nur, wenn sie gut ist. Schwerpunkte oder das Thema der Abschlussarbeit, wenn sie zur Stelle passen.
- Von der Schulbildung genügt der höchste Abschluss (z. B. Abitur). Grundschule gehört nicht hinein.
Fähigkeiten Empfohlen
Deine Kompetenzliste – oft das, was automatische Bewerbungssysteme und Personaler zuerst abgleichen. Deshalb gehört hier die Stellenanzeige zur Vorbereitung.
Das gehört rein:
- Hard Skills zuerst: Software, Programmiersprachen, Methoden, Werkzeuge. Priorisiert nach dem, was die Anzeige verlangt.
- Eine ehrliche Selbsteinschätzung des Niveaus – im Gespräch wird nachgefragt.
- Soft Skills sparsam und nur belegbare. „Teamfähig" ohne Beleg steht in jeder zweiten Bewerbung.
Sprachen Empfohlen
Sprachkenntnisse bekommen meist einen eigenen, kurzen Abschnitt. Für viele Stellen sind sie ein echtes Auswahlkriterium.
Das gehört rein:
- Sprache plus Niveau – mit verständlichen Stufen wie Muttersprache, verhandlungssicher, fließend, gut oder Grundkenntnisse.
- Alternativ die Stufen des Europäischen Referenzrahmens (A1 bis C2).
- Bleib ehrlich: Sprachniveaus lassen sich im Vorstellungsgespräch in Sekunden überprüfen.
Interessen Optional
Zeigt dich als Mensch und liefert im Gespräch oft einen Anknüpfungspunkt. Nur sinnvoll, wenn du Platz hast und etwas Aussagekräftiges zu nennen ist.
Das gehört rein:
- Zwei bis vier konkrete Interessen, die etwas über dich sagen – Mannschaftssport deutet auf Teamgeist, Ehrenamt auf Engagement.
- Verzichte auf Allerweltsangaben wie „Reisen, Musik, Lesen" – sie sagen nichts aus.
Zertifikate Optional
Nachweise über Weiterbildungen und Qualifikationen jenseits deines Abschlusses. Ein eigener Abschnitt lohnt sich, sobald du mehr als eine Handvoll hast.
Das gehört rein:
- Name des Zertifikats, ausstellende Stelle und Jahr.
- Nur Relevantes und Aktuelles – etwa Sprachzertifikate, Fachzertifizierungen oder ein Führerschein, wenn die Stelle ihn braucht.
- Abgelaufene oder themenfremde Zertifikate lässt du weg.
Referenzen Optional
Personen, die deine Arbeit bestätigen können. In Deutschland gehören sie nicht zwingend in den Lebenslauf – oft reicht der Hinweis, dass es sie gibt.
Das gehört rein:
- Name, Position, Firma und Kontakt – aber nur mit vorheriger Zustimmung der genannten Person.
- Alternativ genügt „Referenzen auf Anfrage".
- Gib niemals Kontaktdaten Dritter ohne Absprache an.
Die Reihenfolge ist nicht in Stein gemeißelt. Wenn deine Kenntnisse mehr überzeugen als dein Werdegang, ziehst du den Abschnitt „Fähigkeiten“ einfach nach oben. In Easy Lebenslauf schaltest du jeden Abschnitt an oder aus und ordnest sie neu – deine Inhalte bleiben dabei erhalten.
Wie du die einzelnen Abschnitte formulierst und in welcher Reihenfolge sie für deinen Fall am besten funktionieren, liest du in unserer Anleitung Lebenslauf schreiben. Passende Layouts findest du unter Lebenslauf-Vorlagen.